Einziehen von Steigleitungen

Einziehen von Steigleitungen – Versorgung der Stromverteiler

Steigleitungen dienen der vertikalen Verteilung von elektrischem Strom in Gebäuden. Sie führen vom Zählerpatz in die jeweiligen Wohnungen oder Gewerbeeinheiten. Währen das Einziehen von Steigleitungen früher oft unter Putz erfolgte, werden heute meist bauseitig bereitgestellte vertikale Kanäle genutzt, die auch eine Nachinstallation möglich machen.

Für das Einziehen von Steigleitungen stehen jede Menge Hilfsmittel zur Verfügung, von Rohr- oder Abstandsschellen über Plast- oder Blechkanäle bis hin zu Profilschienen und Steigtrassen mit Bügelschellen-Befestigung. In jedem Fall muss das Einziehen von Steigleitungen so erfolgen, dass Unbefugten keine Möglichkeit zur Manipulation gegeben wird.

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Das Einziehen von Steigleitungen bei der Sanierung

Das Einziehen von Steigleitungen ist besonders bei der Sanierung von Altbauten von großer Bedeutung. Alte Leitungen sind meist nicht mehr ausreichend dimensioniert und Wohnungsverteiler und Zählerplätze erhalten einen neuen Standort. Meist besteht bauseitig die Möglichkeit, Schächte für das Einziehen von Steigleitungen zu nutzen.

Das Einziehen von Steigleitungen erfolgt vom Abgang des Zählerplatzes bis zum Wohnungsverteiler. Dort wird die Leitung aufgelegt und je nach TAB des zuständigen Energieversorgers und der Netzform auf die Null- und PE-Schiene aufgeteilt.

Beim Einziehen von Steigleitungen ist zu beachten, dass diese vom Querschnitt her so gewählt werden müssen, das sie mit 63 A abgesichert werden können, unabhängig davon welche Sicherung im Zählerschrank verbaut ist (in der Regel 35 A). Das Einziehen von Steigleitungen sollte deshalb mit einer NYM-Leitung mit einem Querschnitt von 5 x16 qmm erfolgen.

Das Einziehen von Steigleitungen in Gewerbe und Industriebereichen

Hier nimmt das Einziehen von Steigleitungen andere Dimensionen an, als im Wohnungsbau. Deshalb greift man hier zur Installation auf Steigetrassen und Kabelleitern zurück. Das sind eine Art Kabelbahnen, an dehnen die Kabel mit Schellen vor dem herunterfallen gesichert werden.

Das Einziehen von Steigleitungen erfolgt hier nicht um eine Verbindung zum Zählerschrank herzustellen, sondern um die zahlreichen Unterverteilungen vom Hauptverteiler aus mit Strom zu versorgen. Die Steigetrassen und Kabelleitern bestehen aus gelochten Metallprofilen, die sich gegenüberstehen und mit Sprossen miteinander verbunden sind. Die Sprossen sind genormte C-Schienen, die mit Bügelschellen bestückt werden können.

Hier gilt es für das Einziehen von Steigleitungen in öffentlichen Einrichtungen, besondere Vorkehrungen für den Brandschutz zu treffen. Während bei einer normalen Installation die Leitungen mittels Plastewannen in den Bügelschellen gehalten werden, müssen es hier Langwannen sein, die außerdem nur aus Metall sein dürfen. Gleichzeitig gelten für alle anderen Befestigungen auch gesonderte Vorschriften.

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